Denk nach bevor du klickst beim Installieren
In letzter Zeit ist es häufiger vorgekommen, dass sich jemand bei uns im Haus oder auch einer unserer Kunden seltsame Malware eingefangen hat. Entweder sind es lästige Werbebanner, die ständig auf Facebook eingeblendet werden; unnütze Browser-Toolbars; die Modifikation der Standardsuchmaschine im Browser oder schlimmstenfalls sogar irgendwelche Desktopsoftware, die dauernd mit aufpoppenden Werbebotschaften nervt. Häufig sind die Verursacher so versteckt, dass man sie nicht ohne weiteres findet. Da sich herum gesprochen hat, dass ich ein Händchen dafür habe, die Ursache zu finden und zu eliminieren, werde ich immer häufiger zur Hilfe gerufen. Nun haben mich meine Kollegen gefragt, ob ich nicht einmal etwas dazu schreiben kann, wie man von vorne herein verhindert, sich solcherlei Malware einzufangen, da ich mich ja anscheinend gut mit dem Thema auskenne.
Nun gibt es Malware, die sich beim Besuch einer Website unbemerkt im Hintergrund installiert, ohne dass man es mitbekommt oder verhindern könnte. Eine gute Antivirensoftware, welche solche Seiten erkennt und blockiert, könnte hier abhelfen. Die meiste Malware kommt aber gar nicht mal davon, sondern ist sogar noch so freundlich uns mitzuteilen, dass sie sich gleich installiert. Die meisten Leute nicken das einfach mit einem Klick auf Weiter ab. Manchmal kommt es mir so vor als wollten sie beim Installieren eines Programmes den Weltrekord im schnell weiterklicken aufstellen.
“Wozu auch schauen, was da passiert? Ist eh klar!”
Das Programm wird in c:\Programme\Programmname installiert, eine Desktopverknüpfung wird erstellt,… immer dasselbe was soll ich mir da noch anschauen, was passiert, denken sich viele. Tja, denkste! Bei Freeware ist es besonders beliebt in den Installer einen Schritt einzubauen, der zusätzliche Software installiert. Dafür, dass der Anbieter diese Drittsoftware über seine eigene vertreibt, bekommt er eine kleine Vergütung vom Anbieter der Software.

Besonders anfällig für zusätzliche Toolbars ist der Internet Explorer. Viele Anwender des Internet Explorers haben ein halbes Dutzend Toolbars, welche sie nie nutzen und eigentlich auch nicht wollen. Das folgende Bildschirmfoto zeigt einen Installationsschritt aus dem beliebten OpenSource-Programm PDFCreator. Wer sich diesen Installationsschritt nicht genau durchliest, dem wird die pdfforge-Toolbar installiert und Yahoo! wird als Standardsuchmaschine gesetzt. Deshalb jeden Schritt genau beachten und Häkchen, mit denen zusätzliche nicht gewünschte Einstellungen gesetzt werden, entfernen.
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